Archiv für den Monat: März 2017

rauchen ist nicht so schlimm

Warum Rauchen gar nicht so schlimm wie sein Ruf ist

Viele Jugendliche greifen im viel zu jungen Alter zur Zigarette und schwangere Frauen schädigen durch das Rauchen ihre ungeborenen Kinder. So in etwa sieht die Argumentation gegen die Raucher aus und ist um ehrlich zu sein nicht einmal falsch, zumindest in den genannten Beispielen. Doch oft wird vergessen, dass Zigaretten eben nicht nur von Schwangeren und Jugendlichen geraucht werden. Rauchen hat in den letzten Jahren bei vielen Leuten einen sehr radikalen Ruf erlangt, doch ist dieser wirklich gerechtfertigt?

Der schlechte Ruf der Raucher – Einfach an den Haaren herbeigezogen?

Rauchern wird gerne mal vorgeworfen, dass die Zigarette zwischendurch eigentlich nur eine Extrapause sein soll. Es wird bestimmt auch Raucher geben, die die Zigarette als Ausrede verwenden um einige Minuten weniger am Tag zu arbeiten, aber vielmehr ist es einfach eine Methode Stress abzubauen. Außerdem wird beim Rauchen besonders eines gerne gemacht, nämlich miteinander gesprochen. Das ist nicht nur während der Arbeite eine wichtige Sache, um sich mit den Kollegen auszutauschen, sondern ist auch etwas, dass in der Generation Smartphone fast schon etwas in Vergessenheit geraten ist.

Jeder Raucher hat wohl schon einen anderen Raucher nach einem Feuerzeug fragen müssen. Wenn die Chemie stimmt können so spannende Gespräche über Gott und die Welt entstehen, die es sonst nie gegeben hätte.

Und selbst wenn man wirklich aus Stress die eine oder andere Zigarette mehr raucht, so ist es doch die bessere Wahl als den Stress in Alkohol zu ertränken. Denn bei Zigaretten und Alkohol ist eines gleich: Die Dosis macht das Gift.

Rauchen entspannt und schadet den Umfeld nicht

Warum ist Rauchen dann bis heute in so einem schlechten Licht? Es wird vermutlich weniger an dem heutigen sehr rücksichtsvollen Umgang mit Nichtrauchern liegen, sondern vielmehr aus Zeiten, wo Nichtraucher fast schon permanent im Rauch der Raucher standen.

Heute ist das alles ein wenig anders: In Restaurants und sogar in Kneipen, wo Jugendliche nicht aufzufinden sind, gibt es meistens extra Bereiche für Raucher. Selbst an Orten an der frischen Luft, wie beispielsweise Bahnhöfe, gibt es für Raucher eigene Bereiche. Nichtraucher sollten daher eher selten unfreiwillig in Kontakt mit dem Rauch kommen und werden so auch nicht zu Passivrauchern.

Solange man als Raucher Rücksicht auf sein Umfeld nimmt und so Nichtraucher nicht einfach zu Passivrauchern macht, sollte jeder für sich entscheiden können ob er nun raucht oder nicht.

rauchen und sport

Volkssport Trinken gegen das Rauchen

Während es kein Problem ist eine Dose günstiges Bier im Discounter für 29 Cent (zzgl. Pfand) zu kaufen, sind die Preise immer weiter am Steigen. In Kneipen und Diskotheken wird Alkohol ohne Ende ausgeschenkt, die Raucher werden in separate Räume oder gar nach draußen gestellt. Klar, Bier ist fast so etwas wie das Nationalgetränk der Deutschen, aber ist das der Grund weshalb Alkohol in der Gesellschaft so akzeptiert wird, Raucher dagegen verpönt?

Die Menge macht das Gift heißt ein bekanntes Sprichwort. Wir sind uns sicherlich alle einig, dass ein kühles Bier am Abend noch keinem geschadet hat. Doch sagen wir doch einfach mal wie es ist: Wenn ein Fußballspiel zu Ende ist und die Fans das Stadion verlassen, wer grölt mehr herum? Die Fans in der Ecke mit der Zigarette im Mund oder die Fans mit einem Kasten Bier intus?

Rauchen, so wie auch eine geringe Menge Alkohol, entspannt den Körper und lässt uns einfach ein wenig Abstand von den alltäglichen Stress nehmen. Besonders in einer Leistungsgeneration wie unserer ist Stress, ob man es nun möchte oder nicht, mit an der Tagesordnung. Wen stört es denn wirklich, wenn man sich für kurze Zeit in die Ecke stellt, entspannt eine Zigarette raucht und sich dann wieder voller Elan an die Arbeit macht?

Fakten zum Rauchen

120.000 Menschen in Deutschland sterben in etwa je Jahr durch die Folgen von Tabak. Dabei werden auch Todesfälle berücksichtigt, die sich auf Krebsarten berufen, die durch das Rauchen gefördert werden. Gerade einmal etwa 30 % der Deutschen sind Raucher. Wer Rücksicht auf sein Umfeld nimmt, der kann so auch helfen die Anzahl der Passivraucher zu senken. Diese liegt in etwa bei 34 % der männlichen Nichtraucher und 22 % der weiblichen Nichtraucher.

Fakten zum Trinken

Zwar klingt besonders die Anzahl der Todesfälle beunruhigend, jedoch darf man dabei einen ganz wichtigen Fakt nicht vergessen: Raucher reduzieren Ihre Lebenszeit, nicht die von anderen. Alleine im Jahr 2012 registrierte das statistische Bundesband 15.130 Unfälle im Straßenverkehr, bei denen Alkohol mit im Spiel war. Im Jahr 2013 standen 280.351 Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss, dazu kommen 55.448 Gewalttaten. Dazu kommt, dass 96,4 % der Deutschen zwischen 18 und 64 Jahren Alkohol trinken, eine deutlich höhere Zahl als bei den Rauchern.

Ist Rauchen wirklich so schlimm?

Rauchen und Trinken unterscheidet sich ganz besonders in einem Punkt: Bei übertriebenen Konsum schadet man beim Rauchen primär sich selber, beim übertriebenen Alkoholkonsum dagegen sind oft auch andere betroffen. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, es geht hier niemanden darum den Alkoholkonsum in irgendeiner Form schlecht zu reden.

Doch ist es wirklich gerechtfertigt, dass Alkohol soviel weniger umstritten ist als das Rauchen?